Freunde des Kunstmuseums Ravensburg e.v.

Kunstmuseum Ravensburg
(18.10.2014 - 25.01.2015)
Eva Paulitsch und Uta Weyrich "Fremde Blicke"

Die Künstlerinnen Eva Paulitsch und Uta Weyrich arbeiten seit 2003 als Künstlerduo. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Handyfilme - alltägliche, spontan gedrehte Clips - die sie im öffentlichen Raum sammeln und vor dem Vergessen retten, indem sie diese in ihr Archiv überführen. Für das Kunstmuseum Ravensburg entwickeln die beiden Künstlerinnen eine ortsspezifische begehbare multimediale Installation, die unter anderem Handyfilme von Ravensburger Jugendlichen zum Gegenstand hat (Text: Dr. Nicole Fritz).

 

Freitag, 14.11.2014 um 19.00 Uhr
Vortrag Toni Stooss im Kunstmuseum Ravensburg

Raubkunst - Kunstraub-Restitution
Die Zurückgabe eines Klimt-Gemäldes in Salzburg.

Im Zentrum des Vortrags von Toni Stooss, dem langjährigen Direktor des Museums der Moderne Salzburg, steht die Restitution des Gemäldes "Litzlberg am Attersee" von Gustav Klimt aus Museumsbesitz des Salzburger an den rechtmässigen Erben im Herbst 2012. Klimts Gemälde von 1914/15 befand sich seit 1928 im Eigentum der jüdischen Sammlerin Amalie Redlich in Purkersdorf bei Wien und war nach dem "Anschluss" Österreichs (Frühjahr 1938) von der Gestapo mit anderen Kunstwerken zusammen konfisziert worden.

Aus aktuellem Anlass, dem Vermächtnis der Sammlung von Cornelius Gurlitt an das Kunstmuseum Bern, werden zuvor die Begriffe "Raubkunst" und Entartete Kunst" anhand zweier prominenter Gemälde aus der Berner Sammlung geklärt.

 

Kunstmuseum Ravensburg
Mittwoch, 10.09.2014 um 19.00 Uhr
Preview für die Mitglieder zur Ausstellung "Otto Mueller - Gegenwelten"(13.09.2014 - 25.01.2015)

Otto Mueller (1874 - 1930) gilt als einer der wichtigsten Künstler des deutschen Expressionismus. Seine Malerei in zurückhaltender Farbigkeit ist zunächst inspiriert von Symbolismus und Jugendstil. Im Austausch mit der Künstlergruppe "Brücke" findet er zum eigenen unverwechselbaren Stil. Hauptleihgeber ist das Brücke Museum, Berlin. Dieses stellt dem Kunstmuseum Ravensburg ein Konvolut an Werken seines umfangreichen Otto Mueller Bestandes zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch Werke der Peter und Gudrun Selinka-Stiftung sowie ausgewählte private und öffentliche Leihgaben (Text: Dr. Nicole Fritz).

Führung für die Mitglieder der Freunde des Kunstmuseums Ravensburg e.V.:

            Donnerstag, 25.09.2014 um 18.00 Uhr
            Samstag, 25.10.2014 um 16.00 Uhr

 

Samstag, 05.07.2014

Kunstausfahrt – Schauwerk Sindelfingen

Vortrag zur Architektur des Gebäudes

Um die herausragende Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, entstanden großzügige Ausstellungsflächen zum Teil aus ehemaligen Fertigungs- und Lagerhallen. Ergänzt durch einen neu errichteten Museumsbau steht nun ein weitläufiger und eleganter Komplex zur Präsentation der Sammlung zur Verfügung.

Der Bau des Stuttgarter Büros BFK Architekten überzeugt durch formale Strenge, Klarheit und perfekte Umsetzung (Quelle: www.schauwerk-sindelfingen.de).

Ausstellung: “Incontri – Zeitgenössische italienische Kunst“

Die drei Hauptströmungen Arte povera, ZERO-Avantgarde und Transavanguardia, die in den letzten Jahrzehnten das Bild der zeitgenössischen Kunst Italiens prägten, sind immer wieder mit Ausstellungen gewürdigt worden. Dagegen sind Überblicksschauen zur gesamten italienischen Gegenwartskunst immer noch rar. In der Sammlung Schaufler sind neben den bekannten Namen auch viele Künstler anzutreffen, die außerhalb Italiens kaum präsent sind. Die Ausstellung Incontri veranschaulicht so die Bandbreite der italienischen Gegenwartskunst, verortet sie im internationalen Kontext und verdeutlicht ihre Relevanz.

Positionen von mehr als 30 italienischen Künstlern werden in der Präsentation zu sehen sein. Sie treten in einen Dialog mit Werken von europäischen und amerikanischen Zeitgenossen.

Unter dem Titel Incontri (italienisch für Begegnungen) werden in der Gegenüberstellung der Arbeiten historisch belegte Treffen von Künstlern ebenso wie fiktive Wegkreuzungen visualisiert. Eine grundlegende Rolle für den künstlerischen Austausch übernehmen bis heute die documenta in Kassel und die Biennale von Venedig.

Mehrere Highlights machen Incontri zu einem besonderen Ausstellungserlebnis:

Sieben Werke von Michelangelo Pistoletto, einem der Hauptvertreter der Arte Povera, veranschaulichen dessen Entwicklung von Beginn der 1960er-Jahre bis heute. Ein Höhepunkt ist dabei die Arbeit „Love Difference Table, 2002-2013", eine Leihgabe der vom Künstler in seiner Geburtsstadt Biella gegründeten Cittadellarte und der Projektgruppe Love Difference. Für die Arbeit erhielt er 2003 den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig.

Von Ettore Spalletti werden ebenfalls mehrere Werke gezeigt, wobei insbesondere die aus fünf Säulen bestehende „Nostalgia, Roma" aus dem Jahr 2009 beeindruckt. Ungewöhnliche Objekte wie zwei 1967 von Enrico Castellani bzw. Lucio Fontana entworfene Wohnungstüren runden die Ausstellung ab (Quelle: www.schauwerk-sindelfingen.de).

 

Freitag, 09.05.2014

Karlsruhe und die Monuments Men. Kunstbergung im Zweiten Weltkrieg

Einladung der Freunde des Kunstmuseums in Kooperation mit dem Kunstmuseum Ravensburg:

Nach dem Hollywood-Film über die Monuments-Men folgt der spannende und kunsthistorische Vortrag von Dr. Tessa Rosebrock, Provenienzforscherin an der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe: "Karlsruhe und die Monuments Men. Kunstbergung im Zweiten Weltkrieg".

Unkostenbeitrag 6,00 €. Für die Mitglieder des Freundeskreises, Schüler und Studenten kostenfrei.

 

Freitag, den 11.04.2014

Kunstmuseum Ravensburg
Preview für die Mitglieder zur Ausstellung Stephan Balkenhol (12.04. - 24.08.2014)

Künstlergespräch von Frau Dr. Nicole Fritz mit Herrn Stephan Balkenhol

Für die Ausstellung im Kunstmuseum Ravensburg wird Stephan Balkenhol auf den räumlichen Kontext eingehen und neben älteren Arbeiten unter anderem auch neue Werke anfertigen.
Zur Ausstellung erscheint ein vom Kunstmuseum Ravensburg herausgegebener Katalog (Text: Dr. Nicole Fritz).

 

Samstag, 22.03.2014

Kunstausfahrt Kunstmuseum Winterthur und Kunsthaus Zürich
Kunstmuseum Winterthur - Sammlung und Gerhard Richter

Das Kunstmuseum Winterthur verfügt über eine der schönsten modernen Kunstsammlungen der Schweiz mit herausragenden Werkgruppen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Mit dem Museumsgebäude von 1915 (Rittmeyer & Furrer) und dem 1995 eröffneten Erweiterungsbau (Gigon & Guyer) besitzt die Sammlung einen bestechenden baulichen Rahmen.

Während der Altbau der französischen Kunst der Jahrhundertwende (van Gogh, Monet, Bonnard, Vallotton), dem Kubismus (Braque, Gris, Léger, Picasso) und anderen Strömungen der klassischen Moderne (Arp,de Chirico, Klee, Magritte) gewidmet ist, wird im Erweiterungsbau internationale zeitgenössische Kunst (Kelly, Agnes Martin, Marden, Mangold, Tuttle, Kounellis, Merz, Richter, Schütte u.a.) gezeigt.

In den letzten Jahren hat Gerhard Richter mehrere neue Werktypen entwickelt, die nun erstmals in einer gemeinsam mit dem Künstler konzipierten Museumsausstellung “Gerhard Richter. Streifen und Glas“ gezeigt werden – Strip-Bilder, große Lackbilder auf Glas, sowie großdimensionale Glasskulpturen.

Die Strips mit ihren überaus feinen und unüberschaubar zahlreichen Farblinien sind nicht von Hand gemalt, sondern in einem komplizierten Prozess konzipiert und dann digital mittels Inkjet auf die Bildfläche gebracht. Es sind irritierende, faszinierende und in ihrer Strenge zugleich abweisende Bilder, mit denen Richter sein Werk konsequent weiterentwickelt hat. Von den ersten, noch ganz vom Zufall bestimmten Strips von 2011 gelangte Richter zu komponierten Bildern, wovon die jüngsten, hier gezeigten eine Länge von zehn Metern erreichen.

Ebenfalls zu sehen ist die Ausstellung “Gerhard Richter. Von Elbe bis November/Arbeiten auf Papier aus der Sammlung“. Diese Sammlung ist einzigartig und bildete deshalb in den letzten Jahren verschiedentlich die Grundlage für Ausstellungen Richters, so etwa in der Albertina oder im Louvre (Quelle: Homepage Kunstmuseum Winterthur).

 

Diese Ausstellung ist eine wunderbare Einstimmung zur nächsten Ausstellung „Selinka Classics 03“:

Kunsthaus Zürich – Von Matisse zum Blauen Reiter. Expressionismus in Deutschland und Frankreich“

“Expressionismus“ wird heute gemeinhin als deutsche Bewegung verstanden, ungeachtet der Tatsache, dass er sich am Anfang des 20. Jahrhunderts aus einer lebhaften Auseinandersetzung von deutschen Künstlern mit der Klassischen Moderne in Frankreich entwickelte. “Van Gogh traf moderne Kunst wie ein Blitzschlag“, schrieb ein deutscher Beobachter über den Einfluss des Malers auf die deutschen Künstler zu einer Zeit, in welcher diese bereits Seurat, Signac und die Neoimpressionisten rezipierten. Es folgten Gauguin, Cézanne und Matisse. Mit wahren Farbexplosionen reagierten die Künstler der “Brücke“ und des “Blauen Reiters“ auf die Werke der französischen Neoimpressionisten und der “Fauves“.

Die Ausstellung zeigt auf, dass der Expressionismus keine nationale Bewegung war, sondern vielmehr eine im Geiste des Kosmopolitismus und produktiven Austauschs entstandene. Gemeinsam mit über 100 Meisterwerken der Klassischen Moderne und des deutschen Expressionismus werden neueste Forschungsergebnisse dieser bisher kaum wissenschaftlich nachgezeichneten Rezeptionsgeschichte präsentiert (Quelle: Homepage Kunsthaus Zürich).

 

Mittwoch, 26.02.2014, 19.00 Uhr

Film "Monuments Men"
Führung durch das Willi Burth-Museum
Burgtheater Ravensburg

Die deutsch-amerikanische Ko-Produktion MONUMENTS MEN – UNGEWÖHNLICHE HELDEN basiert auf einer wahren Geschichte, in der eine ungewöhnliche Sondereinheit während des Zweiten Weltkriegs von den Alliierten beauftragt wird, die größten Meisterwerke der Kunst aus den Händen der Nationalsozialisten zu befreien und an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Es ist eine schier unmögliche Mission: Die Kunstwerke befinden sich hinter den feindlichen Linien, und die deutsche Armee hat den strikten Befehl alles zu zerstören, sollte das Dritte Reich untergehen. Wie kann die Gruppe von sieben Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunsthistorikern, die sich eher mit Michelangelo als mit einem M-1 Sturmgewehr auskennen, überhaupt auf Erfolg hoffen?

Als besonderen Programmpunkt gab Herr Axel Burth persönlich einen Einblick in die Welt des Kinos und führte durch das "Willi Burth Museum - Der steile Weg vom Bad Saulgauer Tüftler zum Oscar-Preisträger in Hollywood".

Im Anschluss folgte der Film "Monuments Men".

 

Samstag, 11.01.2014

Kunsthaus Bregenz
Ausstellung Barbara Kruger "Believe + Doubt" und
Tanzperformance - Dialog mit den Werken von Barbara Kruger

Führung durch die Ausstellung Barbara Kruger "Believe + Doubt" und Besuch der Tanzperformance im Dialog mit den Werken von Barbara Kruger.

Auf der Homepage des Kunsthauses heißt es dazu unter anderem:

Wie kaum einer anderen Künstlerin gelingt es Barbara Kruger bereits seit über vier Jahrzehnten, überzeugend und vielfältig die ambivalente Wirkung der Massenmedien und deren Verführungskraft in eindrücklichen Kunstwerken zu verhandeln. Es verwundert deshalb nicht, dass sie weltweit in großen Museumssammlungen vertreten ist und durch Ausstellungen in renommierten Institutionen die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit genießt.

Tanzperformance - Dialog mit den Werken von Barbara Kruger

Die ebenfalls im KUB Bregenz stattfindende Tanzperformance im Dialog mit Werken von Barbara Kruger wurde entwickelt von der aus Vorarlberg stammenden Tänzerin Silvia Salzmann zusammen mit Leonie Humitsch. In öffentlichen Improvisationen im Ausstellungsraum nehmen sie die in der Schau verhandelten Themen auf und erarbeiten daraus ein Tanzstück.